Dienstag, 29. März 2016

Unser Leben


Ihr Lieben,


wieder sind 3 Wochen ins Land gezogen ohne ein Posting von mir.

Das lag primär daran dass mich eine Grippe so dermaßen umgehauen hat, wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Hatte ich ja erst vor 6 Wochen eine starke Erkältung und nun das. Mit allem PiPaPo, denn halbe Sachen sind ja nicht so meins ;-).

Jetzt wird es langsam wieder besser und ich bin auch heute wieder in der Arbeit gewesen und schleppte mich noch ein wenig durch den Tag aber es wird schon.

***

Das Gefühl zu "schleppen" ist seit einigen Wochen allerdings irgendwie immer da.

Dieses Jahr mit all seinen Meldungen lässt schwer daran tragen. Eine Schreckensmeldung jagt die nächste, eine Person des öffentlichen Lebens nach der anderen verliert den Kampf gegen eine Krankheit und immer wieder werden Menschen völlig sinnlos aus dem Leben gerissen.

Was ist das für eine Welt in der wir derzeit leben? In der wir unsere Kinder entlassen (müssen) und die so ganz anders ist, als es noch in unserer Jugend der Fall war?

Natürlich gab es schon immer Länder in denen all das fast zur "Normalität" gehörte. Aber nicht bei uns.

Es wäre naiv zu glauben dass es auch heute noch so weiter laufen wird wie vor 25 Jahren. Dass wir zwar betroffen sind wenn wir in den Nachrichten etwas sehen, dies aber schön weit weg ist.

Liegt es auch an unserem Alter?
Dass wir langsam aber sicher über 40 sind, die Lebensmitte erreicht haben und uns öfter fragen was das Leben noch für uns bereit hält?
Dass, wie mal jemand so schön zu mir gesagt hat "die Einschläge näher kommen"?
Es mehr Menschen im eigenen Alter trifft mit Krankheiten oder anderen Schicksalsschlägen?
Dass Einigen vielleicht klar wird dass die eigenen Eltern auch "älter" werden und eine ganz andere Verantwortung auf einen warten kann?
Dass wir tatsächlich den "Kinderstatus" auch mal verlieren können?

Und man trägt und trägt. Diese Gedanken, die Schreckensmeldungen und versucht das Gleichgewicht zu halten. Dinge ernst zu nehmen, Situationen richtig einzuschätzen, Entscheidungen zu treffen.

Dennoch möchte man Freude am Leben haben, sich vielleicht sogar noch mehr an den kleinen Dingen erfreuen, nicht alles als selbstverständlich sehen und frei bleiben.

Für schöne Momente, für Dankbarkeit und Liebe und zu versuchen nicht zu sehr abzustumpfen. Weiter mitzufühlen und Vorurteile erst garnicht aufkommen zu lassen. So suchen wir alle nach unserem eigenen und ganz persönlichen Weg und erleben so


unser Leben.

 ***

Alles Liebe
Eure
Mimi

Kommentare:

  1. Meine Liebe,
    so wahre Worte.....
    Tief drin mag man immer das Kind bleiben, dass unbeschwert und unbekümmert durchs Leben geht. Ich weiß nicht, irgendwie ist es wohl wirklich so, dass man jenseits der 40 irgendwie erwachsen(er) wird. Geht mir auch so. Andererseits möchte man immer so bleiben, jung und frei (ja schön auch hihi).
    Erhalten wir uns einfach tief drin die Unbekümmertheit und Unbeschwertheit und sind bei all der Last, die das Leben mit sich bringt immer frech und wild und wunderbar ;-)
    Ich drück Dich ganz fest,
    Deine Barbara

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  2. Ich drück dich!
    Aber lass uns noch nicht in der Lebensmitte sein, sondern, noch 7, 8 Jahre damit warten. ja?!

    :) Nora

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  3. Liebe Mimi,
    ich empfinde es genau wie du! Mir ist die "Endlichkeit" meines Lebens noch nie so bewusst geworden wie in den letzten Monaten und auch die Gefahr, die durch Terror leider auch in Europa gegenwärtig geworden ist. Ich muss auch erst lernen, damit umzugehen.... und ich denke öfter darüber nach, wie ich die nächsten Jahre/Jahrzehnte in meinem Leben gestalten will. Wofür ich mich einsetzen, wofür engagieren will, was mir wirklich wichtig ist.
    Ich finde es auch wichtig, sich diesen Fragen zu stellen und mich damit auseinander zu setzen...
    Danke für deinen Post!
    Liebe Grüße Sabine

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  4. Liebe Mimi
    Vieles von dem was du schreibst beschäftigt mich auch im Moment. Und ich denke es geht vielen so....
    Öiebe grüsse Monika

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