Donnerstag, 31. Dezember 2015

Ein Frohes Neues Jahr

wünsche ich Euch allen.

Danke dass ich immer noch treue Leserinnen habe, auch wenn die Blogwelt etwas ruhig geworden ist.

Ich wünsche Euch ein wunderschönes, gesundes 2016 und verabschiede mich mit einer kleinen Mr. Pieps-Geschichte von Euch.

*** 

Weihnachten hat Mr. Pieps allein verbracht aber da vor seiner Haustür 2 kleine Kätzchen auf ihn warteten, war es ihm kein bisschen langweilig.

Allerdings wollte er Silvester nicht noch einmal allein verbringen und so hat er sich gestern an die Schreibmaschine gesetzt und per Übernachtexpress eine Einladung zustellen lassen.


Die Einladung ging an seine Schwester, Piespilotta.

Piepsilotta wird demnächst nach Wiesbaden ziehen und davor wollte ihr Mr. Pieps unbedingt noch sein eigenes, kleines Häuschen zeigen.

So kam sie heute angeradelt. Mit jeder Menge Essen im Gepäck bog sie gerade um die Kurve und hielt vor Mr. Pieps Tür.


"Piepsilotta!!!!!" quietschte Mr. Pieps ganz aufgeregt. "Da bist Du ja, Mensch haben wir uns lange nicht gesehen, komm lass Dich umarmen. Und so viel zu essen hast Du auch mitgebracht, schnell komm rein. Drinnen ist es viel gemütlicher und ich habe auch schon den Ofen angemacht". 

Und so wanderten sie erst einmal Arm in Arm Richtung Häuschen.


Piepsilotta hat sich noch ein wenig frisch gemacht, sich ein hübsches Schleifchen ans Ohr gebunden und jetzt wird erst einmal gemütlich geredet, gegessen und das Jahr verabschiedet.


Und so wünschen Euch Piepsilotta, Mr. Pieps und natürlich auch ich einen wunderschönen Jahresausklang.

Lasst es ruhig angehen, während des Jahres ist es stressig genug.

Und so freuen wir uns auf ein neues Jahr mit kreativen Ideen von mir und ab und an kleinen Geschichten von Mr. Pieps.

Alles Liebe

Eure
Mimi

Sonntag, 27. Dezember 2015

Wenn Zeit ein Geschenk ist - Mein Jahresrückblick 2015

Meine Lieben,

sicherlich habt Ihr mit Euren Lieben eine schöne Zeit, esst, redet, trinkt zusammen Kaffee oder Tee und freut Euch aneinander.


Die letzten Jahre haben mich verändert.

Erst der Auszug meines Sohnes mit noch nicht mal 16 Jahren, dafür brauchte ich lange Zeit, es ging mir immer wieder sehr schlecht. Der Körper hat um Hilfe geschrien, die Seele auch. Einschnitte im Leben erfordern es sie auch zu zu lassen und nicht weiter zu machen als wäre nichts passiert. 

In diesem Jahr hatte ich einen kleinen "Rückfall" doch danach ging es bergauf. Wirklich so dass ich gemerkt habe ich komme wieder zu Kräften in jeder Hinsicht.

Ich übe mich darin nicht gegen meine innere Überzeugung zu handeln, nur weil man das "nicht so macht" oder das "doch so nicht geht". Mir muss es damit gut gehen, nicht den anderen. Ich bin nicht der Fußabtreter der Nation und auch wenn es oft nicht leicht fällt, muss man Grenzen ziehen um weiterhin ernst genommen zu werden. Harmonie ist etwas Schönes aber nicht wenn man selbst mehr dafür investieren muss, als andere. 

Natürlich zieht dass Kritik und auch Vorwürfe nach sich, aber mit denen muss man rechnen und drüber stehen. Für sich selbst einstehen.

Im Rahmen der minidecki-Aktion hat sich mein Leben und mein Horizont erweitert. Ich habe Frauen aus Nigeria, Eritrea, Afghanistan und Syrien getroffen, viele Ehrenamtliche die sich enorm einsetzen aber natürlich auch Personen die das alles kritisch sehen. 

Auch da versuche ich nach meiner  Facon zu leben. Ich akzeptiere andere Meinungen, auch wenn es sicher nicht meine eigenen sind. Ich finde es traurig dass die einen meinen ständig betonen zu müssen dass sie sich für irgendetwas einsetzen und die anderen denken sie müssen sich rechtfertigen wenn sie sich für nichts einsetzen.

Ob es Obdachlose, Tiere, Flüchtlinge oder der Kuckuck in Papua ist ... wenn es jemandem ein Bedürfnis ist, soll er sich engagieren oder es lassen. Niemals würde ich jemanden anhand dessen beurteilen wollen und verbiete mir dass auch bei mir selbst.

Durch die Kontakte lerne ich viele Menschen kennen, lege viel an Hemmungen ab, gehe schneller auf Andere zu und habe nicht mehr so viel Angst vor Zurückweisung wie früher. 
Wenn es angenommen wird, gut, wenn nicht, auch gut.

Mit unserem CreativCafé versuchen wir ein wenig Abwechslung zu bieten. Mal wird es besser, mal schlechter angenommen. Aber man lernt Menschen kennen.

Manchmal über mehrere Ecken aber diese Begegnungen sind dann oft die überraschenden, schönen, für mich wahnsinnig bereichernden. 

Warum ich das mache, werde ich oft gefragt? Es wird vermutet ist schließe eine Lücke die mein Sohn hinterlassen hat (natürlich sagt mir das keiner ins Gesicht) oder weil ich auch so ein "Gutmensch" bin. Gerade über Letzeres kann ich langsam nur noch lachen.  

Es ist kein "Mitleid", es ist einfach das "Hineinversetzen" dass mich antreibt. Wenn ich mir vorstelle ich lande, nach einer wahren Odyssee in einem Land in dem ich die Sprache nicht spreche, die Schrift nicht lesen kann und kaum Kontakte nach außen habe, was in meinem Land die Freizeitbeschäftigung Nummer eins ist, wie würde es mir da wohl gehen? Ein Land in dem ich mit meiner Art als Frau zu leben anecken würde, in dem ich mich nicht mal beim einkaufen so weit verständigen kann, ich glaube da würde auch ich kaum vor die Tür gehen.

Wo bliebe mein Antrieb, was wäre mein Sinn im Leben wenn ich nicht mal kochen kann, weil es keine Möglichkeit dafür gibt?

Vor einigen Tagen habe ich die Erfahrung gemacht dass diese Frauen allein für ein wenig Zeit dankbar sind. Natürlich ist es anstrengend sich über Stunden mit Händen und Füssen verständlich zu machen aber auch das führt zu Situationen in denen man sich vor Lachen ausschüttet und eine Nähe entsteht, die nicht selbstverständlich ist. Und wenn dann die Aussage kommt heute wäre es so schön gewesen, zusammen zu sitzen, zu reden, zu lachen, Tee zu trinken, berührt mich das sehr.

Warum soll man nicht versuchen ein paar Worte in einer anderen Sprache zu sprechen, wenn man erwartet dass diese Menschen unsere Sprache lernen? Das führte zu großer Freude und Applaus.

Ja, es hat auch mir viel gegeben. Viel Freude, Einblicke in andere Leben, die Möglichkeit Fragen zu beantworten die klar machen dass unsere Kultur für diese Menschen auch nicht einfach zu verstehen ist. Warum wir nur so wenig Kinder haben, warum unsere Eltern allein leben und nicht bei uns, warum die Läden tagelang geschlossen bleiben, ob es stimmt dass man hier auch zusammen leben kann ohne verheiratet zu sein usw. Alles völlig ohne Vorurteile, einfach aus Interesse. 

Dieses Posting ist kein Aufruf es genauso zu machen. Macht es immer so, wie Ihr es für richtig haltet aber versucht vielleicht eine Frau nicht nur danach zu beurteilen ob sie ein Kopftuch trägt oder nicht. Das sind keine unterdrückten armen Frauen die von ihren Männern gesagt bekommen was sie zu tun und zu lassen haben. Diese Frauen sind stolz, hübsch, haben viel durchgemacht, so höflich dass es einem selbst schon fast peinlich ist, teilen das Wenige was sie haben mit einem und laden einen nebenher mal eben zum Essen ein, dass sie selbst für einen kochen möchten. 

Beurteilt einen Menschen nicht danach ob er dick oder dünn ist. Nicht jede dicke Person ist faul oder ist nur am essen. Egal was man von außen sieht, wer weiß was sich innen verbirgt?

Ich würde mir wünschen dass man jedem eine Chance gibt und da ist es völlig egal ob man sich auf eine Frau aus einem anderen Land einlässt, auf einen Obdachlosen der einem seine Geschichte erzählt, einen alten Menschen der einsam ist und "unsichtbar" geworden ist oder auf eine sozial schwache, alleinerziehende Mutter, die versucht sich selbst und ihre Kinder durchzubringen. Hinter jeder Person verbirgt sich ein Mensch. Mit eigenen Gefühlen, Erfahrungen und vielen Geschichten die ihn geprägt haben.

Jeder Mensch hat eine Daseinsberechtigung und damit meine ich eine Berechtigung zu leben und als Mensch gesehen zu werden. 

***

Es sind die Begegnungen mit Menschen,
die das Leben lebenswert machen.

(1850 - 1893), französischer Erzähler und Novellist

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Vielleicht halten mich jetzt einige für "blauäugig", mir wird auch immer mal wieder geraten "weiter zu schlafen" oder es wird prophezeit "ich werde schon sehen was ich davon habe" aber auch das ist die Meinung von Menschen und die steht ihnen zu. Meine ist es nicht.

Meine Augen sind braun.
Mein Schlaf ist hervorragend.
Und ich sehe bereits was ich davon habe, etwas dass Vielen verwehrt bleiben wird.


In diesem Sinne
eine schöne Weihnachtszeit für Euch und Eure Lieben.

Eure
Mimi 




Donnerstag, 24. Dezember 2015

Weihnachten

Weihnachten von Joseph von Eichendorff


Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit.

***

Euch allen ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest. 

Eure
Mimi 

Montag, 7. Dezember 2015

Mr. Pieps und der Nikolaus

Ich weiß ja nicht wo Mr. Pieps ursprünglich herkommt, aber den Brauch dass man dem Nikolaus Stiefel vor die Tür stellt, scheint er zu kennen.

     Er stellte sie am Samstag Abend auf seine                 Fußmatte und der erste Blick
                    am frühen Morgen galt
                             den Stiefeln


Da war der Schreck aber erstmal groß 


"Leeeeerrrrrrr???

Nein, natürlich nicht aber das Geschenk vom Nikolaus passte garnicht in die Stiefel


Huch,  was da wohl drin ist?


Was ist denn das? 


Ooooh, Mütze und Schal damit sich der kleine Racker nicht erkältet.

Ist er nicht süss? 

Euch alles Liebe
Mimi 



Sonntag, 6. Dezember 2015

2. Advent und der Nikolaus war auch da

Ich wünsche Euch einen wunderschönen 2. Advent.


Der Nikolaus war auch da, aber nicht bei mir sondern bei Mr. Pieps.

Mehr dazu morgen.

Alles Liebe
Eure
Mimi

Freitag, 4. Dezember 2015

Mr. Pieps

is in the house und richtet sich langsam heimisch ein.

Am Tag seines Einzugs hat er uns damit sehr überrascht und musste deshalb mit einem Notbettchen zufrieden sein.


Aber wer in einem Shanbyhaushalt einzieht, muss das nehmen was da ist ;-).

Alles Liebe
Eure
Mimi