Sonntag, 29. November 2015

Hermann Hesse


Beim Schlafengehen

Nun der Tag mich müd' gemacht,
soll mein sehnliches Verlangen
freundlich die gestirnte Nacht
wie ein müdes Kind empfangen.

Hände, lasst von allem Tun,
Stirn, vergiss du alles Denken,
alle meine Sinne nun
wollen sich in Schlummer senken.

Und die Seele unbewacht
will in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht
tief and tausendfach zu leben.

Alles Liebe

Eure 
Mimi 

Donnerstag, 26. November 2015

Nähzimmer ... die Regale hängen

und die meisten Dinge haben wieder einen Platz gefunden.

Hier nur zwei kleine Eindrücke, möchte Euch ja auch nicht dauerhaft langweilen.


Fienchen ist wieder aus ihrer Unterkunft ausgezogen aber sie wird immer wieder auftauchen und Euch Einblicke in ihr Leben gewähren. 


Dieses wunderschöne Shabbyregal habe ich schon vor einiger Zeit auf einem Flohmarkt entdeckt und nun hat es einen tollen Platz gefunden. Im Moment dürfen dort einige der Schnittmuster hängen die ich immer wieder brauche oder bald mal nähen möchte.

Euch alles Liebe

Eure
Mimi

Dienstag, 24. November 2015

Ein Lichtbeutel

... wie jedes Jahr mit Aschenbrödel.

Und bevor wieder von Personen, (die garnichts von mir wissen) Dinge in die Welt gesetzt werden die nicht der Wahrheit entsprechen ... DER IST FÜR MICH PERSÖNLICH.


Dieses Motiv liebe ich besonders. 
Es macht auf mich immer den Eindruck als würde Aschenbrödel kucken ob schon Schnee fällt.

Alles Liebe

Eure
Mimi

Sonntag, 22. November 2015

Apronlove - Schürzenliebe

Hallo Ihr Lieben,

ich nähe diese kleinen Wendeschürzen so gern.

Diesmal für das neueste Fakultätsbaby Ann-Sophie.

einmal von vorn mit Stickerei

und die andere Seite von hinten

Schon lange wollte ich mir selbst eine dieser Schürzen nähen. Ganz pragmatisch da ich nach dem Nähen oder Wolle spinnen immer über und über mit Fäden und Fasern bedeckt bin, als Arbeitsschürze, bin ich jetzt doch schwer verliebt.


Was sagt Ihr? Tragbar?

Alles Liebe
Eure
Mimi

Freitag, 20. November 2015

Wenn Du das Heulen hörst..


ist der Wolf gekommen,
um dich ein Stück deines Weges zu begleiten.
Er nimmt dir die Schwere des Tages
und schenkt dir die Leichtigkeit des Seins.

Wenn du einen Schatten siehst,
ist der Wolf gekommen,
um dich ein Stück vorwärts zu tragen.
Er schenkt dir die Gelassenheit,
die Vergangenheit aus der Distanz zu betrachten.

Wenn du das Heulen hörst,
ist der Wolf gekommen,
um dir das Feuer und die Liebe zu allem was ist, zu bringen.
Er schenkt Dir die Kraft,
anzunehmen oder zu verändern. 

Kissen genäht aus einem "Kissenteil" von Stoff & Stil 

Wenn Du einen Schatten siehst,
ist der Wolf gekommen,
um Dich zu begleiten.
Er schenkt Dir den Mut, an allen Deinen Tagen
zu neuen Ufern aufzubrechen.

Wenn du Du das Heulen nicht mehr hörst,
ist der Wolf weitergezogen,
in dem Wissen, dass er Dich gelehrt hat,
dass ein Teil von Dir selbst zum Wolf geworden ist
und Du ihn rufen kannst, wenn Du ihn brauchst.

Wenn Du seinen Schatten nicht mehr siehst,
ist der Wolf weitergezogen, weil er weiss, 
dass Du ihn manchmal in Deinen Träumen tanzen siehst

und von der Ferne sein Heulen hörst.

-Unbekannt-

Freitag, 13. November 2015

Sich trennen...

kann befreiend sein.

Seit einiger Zeit räume ich mächtig in meinem Nähzimmer vor mich hin.

Über die Jahre hat sich so viel angesammelt und seit einiger Zeit hatte ich das Gefühl dass mir dieses Mehr an allem möglichen, zu viel wird. Dass ich mehr Platz brauche um auch weiterhin mit Freude kreativ zu sein.

Also bin ich es angegangen. Hab vieles in meinen Flohmärkten verkauft, auch viel verschenkt.


Vor allen unnötige Regale, Stoffe die ich niemals vernähen werde und andere Ideen die nie vollendet wurden, haben dankbare Abnehmer gefunden.


Vieles ist in durchsichtige, stapelbare Boxen gewandert und erleichtert das Suchen und Finden.


Und so ist es gerade "minimalistisch". Am Wochenende werden noch Regale um-, und aufgehängt und danach gibt es neue Bilder.

Euch alles Liebe

Eure
Mimi

Donnerstag, 12. November 2015

Das Licht

Das Licht

In deine Flamme schau ich, Kerzenlicht,
die wie ein Schwert die Finsternis durchbohrt.
Hab Dank, du schonest auch den Schatten nicht,
der meinen schlafgemiednen Sinn umflort.

Ich nähre mich an deiner ruhigen Kraft,
du Bild der Seele, die das Dunkel trennt
und ihres Leibes erdenschweren Schaft
gleich einer Fackel in den Raum verbrennt.
(1871 - 1914)

Freitag, 6. November 2015

Vergangenes


Die Zeit kommt aus der Zukunft, 
die nicht existiert, 
in die Gegenwart, 
die keine Dauer hat,
und geht in die Vergangenheit 
die aufgehört hat zu bestehen.    -Augustinus Aurelius -




Eure 
Mimi

Donnerstag, 5. November 2015

Das Leid hat viele Gesichter

Macht uns das Leid der Einen, blind für das Elend Anderer?

Ich bin jemand, der aus Überzeugung sagt in Deutschland muss niemand auf der Strasse leben. Aber gibt es nicht Lebensumstände die diese, meine Wahrheit anders aussehen lässt?

Was mich so nachdenklich macht war der Anblick eines Obdachlosen heute morgen am Bahnhof meines Heimatortes. Er lag, tief schlafend auf dem nackten Betonboden. Sein Kopf hatte er auf den Körper seines Begleiters, einem großen, zotteligen Hund gelegt, der ebenfalls tief und fest zu schlafen schien.

Hier gibt es keine Obdachlosenunterkunft, die Wärmestube hat an 6 Tagen die Woche geöffnet aber nicht nachts. Wer weiß was der Alkohol aus einem Menschen machen kann, weiß dass es eine Krankheit ist, dass die einfachsten Dinge nicht machbar oder egal geworden sind.

Mich hat dieser Anblick und ein Gespräch mit einer Person, die selbst hierher nach Deutschland gekommen ist und sich alles selbst erkämpfen musste, sehr nachdenklich gestimmt. Die nun auch helfen möchte weil "Kinder ein Wunder sind", egal woher sie kommen und warum.

Auch ich sehe das so, möchte möglichst unpolitisch bleiben, stelle mir jetzt aber viele Fragen.

Wäre ich auch in eine andere Einrichtung gegangen und hätte mich dort um eine Freizeitgestaltung bemüht?

Bin auch ich "der Gutmensch" der erst jetzt angesprungen ist?

Was ich sicher sagen kann, der Antrieb der mich dazu gebracht hat, hat mich verändert. Hat meine Hemmschwelle jemanden anzusprechen und ein Gespräch zu führen herab gesetzt. Lässt mich Barrieren überschreiten die ich früher sicher stärker hatte. Lässt mich weniger darüber nachdenken was andere von mir denken und schneller handeln.

Heute bin ich in einer Lebenssituation in der ich mir ab und an die Zeit nehmen kann, da zu sein. Für jemanden, mit jemanden, für ein Gespräch, für eine Geste.

Vieleicht fragen sich jetzt Einige was ich damit sagen möchte. Eigentlich nicht viel, nur was mich bewegt.

War dieser Mann mit Hund, der wahrscheinlich um einiges älter aussieht als er ist, nicht auch mal ein Kind? Das nichts für seine Herkunft und seinen Lebensverlauf konnte?

Warum nimmt man so etwas eher hin, als das Schicksal anderer Menschen? Weil es "normaler" ist? Ich weiß es nicht.

Ich möchte hier nichts miteinander vergleichen. Möchte nicht das eine Leid gegen das andere aufwiegen. Aber ich möchte offen bleiben, hinsehen nicht weg sehen, egal um wen es geht.

Gutmensch? Scheiß drauf.
Schlechtes Gewissen?  Vielleicht.

Eure
Mimi