Mittwoch, 12. Januar 2011

Ist sich jeder nur noch selbst der Nächste?

Ich würde mich jetzt selbst nicht als Meckerliese bezeichnen und ich kann auch viel ab haben, meistens viel zu lange als es mir selbst tatsächlich gut tut, aber die letzten Tage waren so angehäuft von negativen Begebenheiten ... da fragt man sich was eigentlich los ist.

Ich weiß nicht ob es daran liegt dass ich zwei Wochen den alltäglichen Wahnsinn, Bahnfahrt - Hauptbahnhof - U-Bahn und nach ca. 5 - 6 Std. das Selbe in der umgedrehten Reihenfolge, nicht hinter mich bringen musste.

Vielleicht bin ich gerade aus dem Grund empfindlicher und es fällt mir wieder verstärkt auf. Was ist das für eine Gesellschaft in der ich mich täglich bewege?

Alle Einzelheiten möchte ich Euch ersparen. Es sei nur gesagt, egal ob es das Wegschnappen des Platzes im Zug, mit nem Trolly über die Füsse fahren oder Geschiebe von hinten an der U-Bahn ist, ich frage mich ernsthaft, zählt jeder nur noch für sich selbst? Gelten keine normalen Höflichkeits,- und Anstandsregeln mehr? Ist es zu viel verlangt auch mal auf die Mitmenschen Rücksicht zu nehmen?

Die Anonymität der Großstadt trägt sicherlich ein wenig dazu bei. Getreu dem Motto "hier kennt mich keiner, hier gelten keine Regeln" wird losgestampft, geschoben, geschubst und vorgedrängelt was das Zeug hält.

Keiner hat für den Anderen ein Lächeln und in dieser Atmosphäre der Anspannung ertappe ich mich selbst dabei dass ich aggressiv werde, dass mir das Verständnis fehlt wenn ich schnell voran kommen möchte und vor mir jemand vor sich hin schleicht.

Werde ich schon genauso wie all die Personen die mir so auf die Nerven gehen? Oder besteht noch Hoffnung weil es mir zumindest noch auffällt?

Auch wenn an meinem Wohnort um 20.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden ... es herrscht doch noch eine andere Atmosphäre und hier kann ich durchatmen, zumindest so lange bis die Nachbarschaft meint, zu nachtschlafender Zeit, innerfamiliäre Konflikte lösen zu müssen.

Ist es wirklich so schwer mehr Rücksicht zu nehmen? Wie wäre es wenn dass noch "normal" wäre? Besser? Würde es einem garnicht mehr aufallen weil genau dass dann "alltäglich" wäre?

Ich glaube entspannter wäre es auf jeden Fall für Alle.



Alles Liebe und gute Gedanken für Euch.

Eure
Mimi

Kommentare:

  1. hi! das frage ich mich manchmal auch..........so viel rücksichtslosigkeit..........aber dann stelle ich beim bloggen fest, das es auch anders sein kann.....und dann glaube ich wieder an das gute im menschen ;o) liebe grüße nico

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  2. oje... fahren mit dem öpnv kann einen schon mal leicht an den menschen zweifeln lassen. aber es wird bestimmt auch wieder besser!
    lg
    emiily

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  3. Da ich auf dem Lande wohne, kann ich zur Rücksichtslosigkeit im ÖPNV wenig sagen. Aber allgemein merke auch ich, dass bei vielen mehr ans ich wie ans wir gedacht wird.

    Drück dir die Daumen, dass es mit dem kommenden Frühling wieder besser wird.

    Liebe Grüße
    Annette

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  4. liebe Mimi,
    ich habe festgestellt, dass es hilft, wenn man diesen gestressten Menschen mit einem Lächeln begegnet. Die sind dann oftmals so irritiert, dass sie einem einfach aus dem Weg gehen oder ihr eigenes Lachen wiederentdecken.
    Herzliche Grüße Bianca

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  5. Hallo Mimi!

    Ja, du hast vollkommen Recht: Es herrscht derzeit sehr viel Unmut, die Menschen laufen mit herunterhängenden Mundwinkeln rum. Viele Jogger, Walker und Wanderer grüßen im Wald gar nicht mehr und und und.

    Vielleicht fehlt allen einfach nur mal ein bisschen Sonne und mehr Tageslicht und fröhlicher zu sein und die Mitmenschen mehr zu beachten.

    Gehen wir doch einfach mit gutem Beispiel voran, auch wenn es bei den vielen "Mieß-Muffeln" schwer fällt.

    Liebe Grüße und ein strahlenden Lachen von


    Carmen

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  6. es fehlt allen die Sonne...liebe Grüße

    http://design-elements-blog.com/

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  7. ooooh, da brauch aber Jemand besonders viel Sonne...die schick ich Dir mal eben! Wir wohnen ländlich und so bekomnme ich das Treiben der Stadt gar nicht richtig mit. Ich denke schon, dass ganz stark das Schmuddelwetter verantwortlich ist ( irgendwer muss ja schließlich verantwortlich sein ), das mecht viele Menschen depressiv.

    Viele liebe Grüße und ein Drückerle
    Barbara

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  8. Wunderschön geschrieben, liebe Mimi, und leider so wahr!
    Das ist mir immer wieder aufgefallen wenn ich mal wieder in D war. In null komma nix, ist man wieder mitten drin in der ganzen rücksichtslosen Hektik. Hier in NZ ist alles viel entspannter, muss irgendwie am Klima liegen :-)))))
    Schönes Wochenende und liebe Grüsse
    Christine

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  9. Wie recht du hast.

    Es ist noch nicht sooooo lange her (so 15 Jahre), da hat es mich genrevt, wenn an der Kasse vor mir im Supermarkt eine alte Omi nicht in die Strümpfe kam, zu derzeit habe ich aber noch in einer Großstadt gelebt. Heute stört mich nichts mehr, lasse jedem die Zeit und alle vor, das ist mein Motto. Gerade alte Leute werden oft beschimpft, weil sie eben recht langsam sind. Aber so ist es eben mal im Alter. Liegt es daran, dass ich auch fast fünfzig bin oder eben, seitdem wir hier auf dem Land leben doch ein anderes Lebensgefühl bekommen habe, ich weiß es nicht. Jeden Tag ein Lächeln ist nicht schwer und jeder sollte immer daran denken: "Ein Lächeln kann der Anfang einer großen Liebe sein": Gerade Kindern und ältern Menschen gegenüber sollte es uns leicht fallen zu lächeln.

    LG
    Biggi

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