Mittwoch, 14. April 2010

Die Katze und ich


 Ich sitze da
und möchte mich besinnen,
der Stille guten Tag
und
den vielen Hin- und Hergedanken
lebt wohl sagen
und die Ruhe in mir aufsteigen lassen
wie klare Morgenluft.

 
Da kommt die Katze
und sieht mich sitzen
mit gekreuzten Beinen ...
setzt sich neben mich,
kreuzt die Pfoten übereinander
und schnurrt.


Manchmal geht ihr etwas durch den Kopf.
Das sieht man an ihrer Schwanzspitze.
Sie atmet ruhig und tief,
das sieht man an ihrem Bauch.
Sie ist hellwach,
kriegt alles mit.


Aber nichts kann sie rühren.
Sie ist einfach nur da
und sonst nichts.
So sitzen wir nebeneinander.
Ich meditiere,
sie medi - tiert.


- Frederik Vahle -



Kommentare:

  1. wie schön! das erinnert mich an meinen kater, der leider ein neues zuhause finden musste...sah ihn vor mir, als ich das gelesen hab!
    aber solche töne sind mir von herrn vahle neu, ich kenn da eher die texte von anne kaffekanne, dodo und ähnliches ;O)

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Andrea,

    stimmt, Herr Vahle ist ja eigentlich eher der Kinderliedtexter aber er hat auch richtig schön poetische Texte und der passte grad super zu dem Bild :-). Auch sehr schön von ihm "Das Gedicht vom ICH" !

    Liebe Grüße
    Melli

    AntwortenLöschen